FALLDARSTELLUNG

Ein tief zerstörter unterer Backenzahn ist hier schon für eine Cerec-Teilkrone vorbereitet.
Unter Betäubung wurde die Karies entfernt, die nervnahen Bereiche mit einer Unterfüllung geschützt und der Zahn beschliffen.
Im Gegensatz zu einer Metall-Teilkrone kann man schwache Zahnwände erhalten, da sie
durch die eingeklebte Restauration später stabilisiert werden.

Bei dieser größeren Restauration wurde nach Abdruck ein Modell hergestellt.
So können Konstruktion und Schleifen in Abwesenheit des Patienten erfolgen und das
Ergebniss sehr genau kontrolliert werden. Der Schleifvorgang dauert hier ca. 20 Minuten.

Die Konstruktionsschritte auf dem Bildschirm können sich Technikfreaks und interessierte Kollegen ansehen.
Auf diesem Bild sieht man die vom Rechner gefundene Kantenlinie.

Sind die Konstruktionsschritte beendet, berechnet der Computer die Teilkrone
und stellt sie auf dem Bildschirm dar. Ein farblich passender Keramikblock in der erforderlichen Größe wird in die Schleifeinheit eingespannt.
Die Bearbeitung erfolgt mit einer diamantierten Schleifscheibe (rechts) und einem Zylinder-
fräser (links). Dabei bewegen sich Block und beide Schleifer in mehreren Ebenen.

Die "rohe" Teilkrone wird nun auf dem Zahnmodell aufgepasst, noch individuell konturiert und poliert. Auch eine Bemalung der Keramik ist möglich.
Die Berücksichtigung des Gegenbisses erfolgt entweder schon bei der Konstruktion, indem die Originalkaufläche zusätzlich aufgenommen und kopiert wird, oder jetzt, mit Hilfe eines Modells des Gegenkiefers.

Der Zahn wird durch "Kofferdamm" (grünes Gummituch) isoliert. So können weder Speichel noch Atemfeuchtigkeit den Klebevorgang stören.
Diese absolute Trockenlegung ist Voraussetzung für ein erfolgreiches Befestigen von Vollkeramik. Bei Defekten tief unterhalb des Zahnfleischrandes findet die Methode daher ihre Grenzen.
Die Zahnsubstanz wird mit verschiedenen Haftvermittlern konditioniert.
Im Bild wird gerade der Nachbarzahn für die Versorgung mit einer Kunststoffüllung vorbereitet.

Die Teilkrone wird eingesetzt und der Befestigungskunststoff mit Licht gehärtet.
In tieferen Gebieten erfolgt eine chemische Selbsthärtung des Materials.

Der fertig versorgte Zahn.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.